Alpenverein reduziert CO2 Fußabdruck Stadtwerke liefern maßgeschneiderte Photovoltaikanlage

15.07.2019 Der Neumarkter Alpenverein (DAV) bestückt sein neues Kletterzentrum an der Goldschmidtstraße mit einer individuell angepassten und leistungsstarken Photovoltaikanlage der Stadtwerke Neumarkt (SWN).

Der Neumarkter Alpenverein (DAV) bestückt sein neues Kletterzentrum an der Goldschmidtstraße mit einer individuell angepassten und leistungsstarken Photovoltaikanlage der Stadtwerke Neumarkt (SWN). Das System wird derzeit installiert und soll in der Spitze eine Leistung von 10 KilowattPeak erbringen. Scheint die Sonne nicht ausreichend, beliefern die Stadtwerke die Kletterhalle mit klimafreundlichem Strom. Für Stadtwerke-Chef Dominique Kinzkofer ist die DAV-Anlage "ein echtes Leuchtturmprojekt. Wir sind uns mit dem Alpenverein einig, dass wir Energie so klimafreundlich wie nur irgend möglich gewinnen und einsetzen wollen. Als regionales Stadtwerke geht es uns darum, die Energiewende vor Ort voranzubringen. Wir freuen uns deswegen, dass der DAV ganz selbstverständlich auch unseren klimafreundlichen Wasserkraft-Strom einsetzt."

Der Alpenverein konnte sich die Investitionskosten sparen, weil er die PV-Technik von den Stadtwerken angemietet hat.
Die Anlage erbringt einen Jahresertrag von rund 8.000 Kilowattstunden, wovon 7.300 Kilowattstunden, also 92% des erzeugten Sonnenstroms für eigene Zwecke genutzt werden. Die PV-Technikermöglicht somit bei einem Gesamtverbrauch des Kletterzentrums von rund 40.000 Kilowattstunden knapp 20 Prozent mit Sonnenstrom abzudecken. Eingespart werden damit rund 4,8 Tonnen CO2 im Jahr. Mit dem klimafreundlichen Strom aus Wasserkraft spart der DAV sogar zusätzlich rund 25 Tonnen CO2 im Jahr ein.

Die Halle wurde im September in Betrieb genommen und bietet alle möglichen Spielarten des Kletterns, vom klassischen Bouldern über Speedklettern bis hin zum ersten "Night-Climb-Ride" am 3. August.

Aus Sicht der Stadtwerke ist die PV-Anlage für den DAV kein Projekt von der Stange. Allein die Dachlandschaft mit ihren Lichtschächten und Gauben stellt die Solarspezialisten vor große Herausforderungen. Die Technik muss einerseits die berechnete Leistung bringen; andererseits müssen die Komponenten auf dem flachen Dach wetter- und sturmfest verankert werden. Erforderlich ist also eine Spezialkonstruktion. Auch musste die Anlage so konzipiert werden, dass die relativ hohe Leistung erbracht werden kann, ohne dass allzu viel ungenutzter Strom ins Netz eingespeist werden muss. An der technischen Umsetzung ist ein regionales Handwerksunternehmen, die Firma Sonnenstrom-Pöppl, beteiligt.

Für Laien überraschend hoch ist der Stromverbrauch von rund 40.000 Kilowattstunden jährlich. Denn die DAV-Halle benötigt nicht nur Strom für Licht und Gastronomie, sondern auch für die speziellen Waschmaschinen, in denen täglich Teile des Klettergeschirrs gereinigt werden müssen.

Das Modell "Mieten statt Kaufen" bieten die Stadtwerke Neumarkt seit Ende 2017 mit dem Produkt "SonnenStark" auch für Privatkunden an und gehört somit zu den Vorreitern für nachhaltige, kundenorientierte Produkte in der Region. Hierbei übernehmen die SWN die Anschaffungskosten, der Kunde mietet die Anlage über 18 Jahre, und zwar inklusive Versicherung, Wartung und regelmäßiger Reinigung der Paneele. Die Stadtwerke helfen in dem Zusammenhang auch bei der Konzipierung und beraten in puncto Energie-Einspeisung ins Netz. Strom, der mit PV-Anlagen erzeugt, aber nicht für den Eigenverbrauch genutzt wird, kann nämlich gegen eine Einspeisevergütung ins Stromnetz geleitet werden.


Bilder: SWN (Frau Wanert)

Bild: SWN (Frau Wanert)

Kategorien: Neumarkt, Rathaus, Nachhaltigkeit / Natur