Bereitschaftsdienst bei der Freiwilligen Feuerwehr Neumarkt i.d.OPf. eingerichtet - Sorgt für kürzere Wege bei Einsätzen

Mitteilung vom 26.07.2019

Bei der Feuerwehr Neumarkt wurde nun in Umsetzung des Feuerwehrbedarfsplans ein Bereitschaftsdienst eingerichtet. Dieser soll dafür sorgen, dass eine Führungskraft mit dem Kommandowagen direkt zum Einsatzort gelangen kann, ohne vorher die Feuerwache anfahren zu müssen und damit wertvolle Zeit zu verlieren. Seit Januar dieses Jahres stellen nun zehn Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehr Neumarkt i.d.OPf. ehrenamtlich einen Bereitschaftsdienst zur Besetzung eines personenbezogenen Kommandowagens und erfüllen so auch eine der Forderungen aus dem Feuerwehrbedarfsplan. Dabei hat der jeweilige Ehrenamtliche im Bereitschaftsdienst das Fahrzeug stets mitzuführen, so dass das Kommandofahrzeug zu jeder Tages- und Nachtzeit immer wieder an wechselnden Orten im Stadtgebiet anzutreffen und zu sehen ist. Für Oberbürgermeister und 1. Vorsitzender des Feuerwehrvereines Thomas Thumann ist dies einmal mehr "der Beleg für das große Engagement, das unsere ehrenamtlichen Kräfte zeigen und dem man nur größten Respekt zollen kann. Immerhin erbringen die Führungskräfte im Bereitschaftsdienst diesen noch zusätzlich zum normalen Übungs- und Einsatzdienst. Mit ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit setzen sie nicht nur eine wesentliche Forderung des Feuerwehrbedarfsplanes auf ehrenamtlicher Basis um, sondern sie sorgen auch für eine Verbesserung der Sicherheit aller Bürger im Stadtgebiet Neumarkt." Die Stadt Neumarkt stellt laut Stadtoberhaupt daher zur Erfüllung der Pflichtaufgaben im abwehrenden Brandschutz und im technischen Hilfsdienst gerne die nötigen Gerätschaften bereit. So soll Anfang kommenden Jahres als Ersatz für das derzeit genutzte und schon viele Jahre alte Kommandofahrzeug ein Ersatzfahrzeug beschafft werden, damit der ehrenamtliche Bereitschaftsdienst auch künftig bestens und zeitgemäß ausgestattet ist.

Im Oktober 2015 hatte der Stadtrat der Stadt Neumarkt i.d.OPf. die Erstellung eines Feuerwehrbedarfsplanes beauftragt. Von einem unabhängigen Fachbüro wurden unter anderem Personalbedarf, Gebäude, Fahrzeuge und Ausrüstung überprüft und notwendige Maßnahmen und Empfehlungen zur Optimierung des Feuerwehrwesens in unterschiedlichen Prioritäten vorgeschlagen. Im September 2016 erfolgte zunächst die Vorstellung und Beratung im Stadtrat. Danach wurde mit Mehrheit beschlossen, die dortigen Empfehlungen umsetzen zu lassen. Kernstück des Bedarfsplanes war die Analyse, welche Teile des Stadtgebiets innerhalb der Hilfsfrist von den ehrenamtlichen Einsatzkräften mit den vorhandenen Einsatzmitteln erreicht werden können. Hierbei ermittelte der Bedarfsplan, dass innerhalb der Hilfsfrist nicht alle drehleiterpflichtigen Gebäude im Stadtgebiet erreicht werden können. Dies sind Gebäude oder Gebäudeteile, bei welchen der zweite bauliche Rettungsweg nur über die Drehleiter sichergestellt werden kann. Zur Verbesserung der Erreichbarkeit dieser Objekte ist es einerseits erforderlich, dass die Drehleiter von einer im Feuerwehrhaus anwesenden hauptamtlichen Kraft umgehend besetzt wird und ausrückt. Durch Einstellung zusätzlicher hauptamtlicher Kräfte wurde diese Forderung im letzten Jahr erfüllt. Weiter ist ein personenbezogener Kommandowagen vorzuhalten, der ohne Umweg über die Feuerwache ebenfalls direkt die Einsatzstelle anfährt und zusammen mit der Drehleiter eine taktische Einheit bildet, um insbesondere bei den genannten drehleiterpflichtigen Objekten eine Menschenrettung vornehmen zu können.
Seit Januar dieses Jahres stellen nun zehn Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehr Neumarkt i.d.OPf. ehrenamtlich einen Bereitschaftsdienst und erfüllen so die Forderung des Bedarfsplanes zur Besetzung eines personenbezogenen Kommandowagens. Das Fahrzeug wird von den Freiwilligen je für 24 Stunden mitgeführt, jeder leistet somit monatlich rund drei 24-Stunden Dienste. Während dieser Bereitschaftszeit hat der Diensthabende eine Residenzpflicht und darf sich nur innerhalb des Stadtgebietes aufhalten. Da er hierbei stets das Fahrzeug mitzuführen hat, bedingt dies, dass das Kommandofahrzeug zu jeder Tages- und Nachtzeit immer wieder an wechselnden Orten im Stadtgebiet anzutreffen und zu sehen ist. Hierbei ist das Fahrzeug stets in Erfüllung des Bereitschaftsdienstes unterwegs. Außer bei Einsätzen an drehleiterpflichtigen Gebäuden rückt der Bereitschaftsdienst im Übrigen zu jedem Einsatz innerhalb des Stadtgebiets und auf den im Zuständigkeitsbereich der Neumarkter Wehr liegenden Autobahnabschnitten als Erstes aus. Das umgehende Ausrücken zum Einsatzort verschafft der diensthabenden Führungskraft in aller Regel einen Zeitvorsprung gegenüber den ehrenamtlichen Kräften, die vor dem Ausrücken stets das Gerätehaus anfahren und dort ihre Schutzausrüstung anlegen müssen. Dieser Zeitvorsprung kann zur Erkundung der Einsatzstelle und zur Abgabe einer genauen Lagemeldung an die Integrierte Leitstelle genutzt werden und verkürzt gegebenenfalls nötige Nachforderungen von Einsatzmitteln. Die nachrückenden Kräfte können durch den Diensthabenden gezielt über die erkundete Lage informiert und eingewiesen werden. Im Kommandofahrzeug werden als Ausstattung unter anderem ein Atemschutzgerät, eine Wärmebildkamera sowie ein Gasmessgerät mitgeführt.

Foto: Martin Hartmannsgruber

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