Bevölkerung zum Gedenken am Volkstrauertag eingeladen

Mitteilung vom 08.11.2019

Die Stadt Neumarkt lädt die Bevölkerung zur zentralen Gedenkveranstaltung am Volkstrauertag, am Sonntag den 17.11.2019 um 11.30 Uhr in den Eichelgarten an der Regensburger Straße ein. Erstmals wird sie vormittags abgehalten und der früher übliche Trauerzug vom Rathaus zum Kriegerdenkmal entfällt. Der Ablauf der Gedenkfeier hat sich ebenfalls verändert. Die Werkvolkkapelle wird die Gedenkveranstaltung musikalisch umrahmen, Domkapitular und Stadtpfarrer Norbert Winner wird Psalme und Gebete sprechen, Schülerinnen und Schüler des Willibald-Gluck-Gymnasiums stellen Kriegsschicksale vor, Oberbürgermeister Thomas Thumann wird in seiner Ansprache auf die Bedeutung des Volkstrauertages heute verweisen und die Kranzniederlegung bildet den Abschluss.

Der Volkstrauertag geht auf den Ersten Weltkrieg zurück. Auf Vorschlag des 1919 gegründeten Volksbundes Deutsche Kriegsgräbervorsorge war er als Gedenktag für die Kriegstoten von 1914 bis 1918 eingeführt worden. Die erste offizielle Feierstunde fand 1922 im Deutschen Reichstag in Berlin statt. Der damalige Reichstagspräsident Paul Löwe rief dabei eindringlich zur "Abkehr vom Hass" auf und warb für Versöhnung und Verständigung. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurde der Volkstrauertag auf den 16. März verlegt und zum staatlichen "Heldengedenktag" umfunktioniert. Erst 1945 konnte mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges dem Tag wieder eine andere Bedeutung gegeben werden. 1952 wurde er auf Betreiben des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge als Tag "der nationalen Trauer" eingeführt. Er ist durch Landesgesetze geschützt und liegt auf dem Sonntag zwei Wochen vor dem ersten Advent.
Seit 1945 wird am Volkstrauertag auch der zivilen Opfer der Kriege gedacht. Neben dem Gedenken an tote Soldaten tritt damit auch die Erinnerung an Frauen, Kinder und Männer, die in besetzten Ländern und in Deutschland zu Opfern von Krieg und Gewalt geworden waren. Darüber wird an diesem Tag den Opfern von Diktaturen gedacht und an Menschen erinnert, die aus politischen, religiösen oder sogenannten rassischen Gründen verfolgt worden sind und werden. Dabei wird am Volkstrauertag den Opfern von Krieg und Gewalt gedacht und gleichzeitig zu Versöhnung, Verständigung und Frieden gemahnt. Dies wird auch am 17. November 2019 in Neumarkt wieder so sein. Zum einen bei der zentralen Gedenkfeier um 11.30 Uhr, aber auch bei den Feiern in einigen Stadtteilen.

Foto: Dr. Franz Janka/Stadt Neumarkt

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