Der nächste Winter kann kommen - Städtischer Bauhof ist für den Winterdienst gerüstet

Mitteilung vom 25.10.2019

"Der nächste Winter kann kommen, unsere Mitarbeiter im Bauhof stehen parat, die Maschinen sind gewartet und die entsprechenden Streumittel sind vorbereitet", so Neumarkts Oberbürgermeister Thomas Thumann zum Stand der Vorbereitungen für den Winterdienst. Auch heuer hat die Stadt rechtzeitig Salz geordert und in der Salzhalle am Bauhof eingelagert. Rund 2.000 Tonnen stehen dort parat. Hierzu nutzt die Stadt immer die Zeiten, in denen der Streusalzpreis günstiger ist. Auch die rund 130 Mitarbeiter im Bauhof sind für den Winterdienst bereit. Sie werden wieder in zwei Schichten die Fahrzeuge bedienen und die Straßen räumen, aber auch in Handtrupps und Handbereitschaften unterwegs sein, um neuralgische Punkte wie Fußgängerüberwege, Ampelbereiche, Bushaltestellen oder vor Schulen oder Kindergärten zu räumen und zu streuen. Wie Oberbürgermeister Thumann ausführte ist auch der Fuhrpark immer bestens gepflegt. Dafür dankte er Josef Gottschalk und seinem Team von der Kfz-Werkstatt, die dafür sorgen, dass die Fahrzeuge nicht nur fit für den Winterdienst sind, sondern auch auf dem neuesten Stand der Technik. Heuer wurde dabei ein alter Unimog durch ein Neufahrzeug ersetzt und ein altes kleineres Fahrzeug wurde ausgemustert und nun kommt ein größeres und technisch ausgereifteres Fahrzeug für den Winterdienst zum Einsatz. Dieser sogenannte Variopflug hat eine mitlenkende Hinterachse und ist besonders gut geeignet, um in den engen, oftmals zugeparkten Straßen durchzukommen. "Hier kann man nur wieder an alle Bewohner appellieren, dass sie ihre Fahrzeuge entsprechend so abstellen, dass unsere Räumfahrzeuge auch durchkommen können", rät Oberbürgermeister Thumann.

Ein Winterdienst schlägt auch bei den Kosten erheblich zu Buche. Wie Oberbürgermeister Thumann erläutert, liegt der Durchschnittswert der Kosten für den Winterdienst der letzten Jahre bei rund 890.000 Euro. Dabei gab es aber auch Jahre mit 1,3 Mio. Euro Ausgaben wie etwa im Jahrhundertwinter 2010/2011 und den Haushalt schonende, milde Winter wie 2013/2014, als nur 470.000 Euro für den Winterdienst angefallen sind. Im letzten Winter, so das Neumarkter Stadtoberhaupt, lag der Ausgabensatz für den Winterdienst bei ziemlich genau einer Million Euro.
Beim Verbrauch der Streumittel kann Oberbürgermeister Thumann auf einen generellen Rückgang verweisen. Zum einen wird Sand schon lange nicht mehr bei der Stadt verwendet, weil dies aus Umweltgründen eher nachteilig ist. Auch Splitt wird eher in geringerem Umfang, im Durchschnitt etwa 350 Tonnen im Jahr verbraucht. Beim Salz sind es rund 1.700 Tonnen, die in einem durchschnittlichen Winter anfallen. Dabei verwendet die Stadt schon seit Jahren intelligente und moderne Streugeräte, die das Salz dosiert und gezielt dort auf die Flächen bringen, wo es notwendig ist. Dies spart erheblich Salz.
Die Zahl der Einsatzstunden für die Mitarbeiter im Winterdienst ist jedes Jahr erheblich. Im Durchschnitt sind es 13.500 Einsatzstunden, wobei es sich oft um harte und lange Arbeitszeiten handeln kann. Wie Oberbürgermeister Thumann bestätigte, müssen die Mitarbeiter manchmal bereits um 3 Uhr früh raus und teilweise bis in die Nacht hinein arbeiten. Dabei sei es unerheblich, ob es sich um einen Wochentag handelt, um ein Wochenende oder gar um Heiligabend, einen Weihnachtsfeiertag, Silvester oder Neujahr. Er könne den Mitarbeitern nur höchsten Respekt für ihre Leistung zollen.
Dem schloss sich der Bauhofreferent im Stadtrat Ferdinand Ernst an, der wie Oberbürgermeister Thumann auch größten Respekt für die Mitarbeiter hat. "Was sie da leisten, ist schwere körperliche Arbeit und das alles zu ungemütlichen Arbeitszeiten", findet Bauhofreferent Ernst. Er bittet die Bevölkerung um Verständnis, dass der Bauhof nicht immer gleich und überall gleichzeitig sein kann. Darüber hinaus wies er darauf hin, dass auch die Grundstücksbesitzer die Gehwege räumen müssen und falls keine vorhanden sind eine entsprechend breite Spur für Fußgänger an der Straße durch die Anlieger geräumt werden muss.
Oberbürgermeister Thumann bestätigte, dass es für die Bauhofmitarbeiter nicht einfach sei, alle Straßen gleichzeitig zu räumen, immerhin habe man in Neumarkt rund 350 Kilometer Straße zu betreuen. Die Abfolge beim Winterdienst folgt einem genauen Plan, in dem die Prioritäten festgelegt sind. Die verkehrstechnisch wichtigsten Straßen und die gefährlichsten Straßenbereiche haben da eindeutig Vorrang. Alles andere wird nachrangig angepackt, soweit die Möglichkeiten bestehen und die Kapazitäten reichen. Bei Dauerschnee, so das Neumarkter Stadtoberhaupt gibt es kaum eine Möglichkeit, dass die Mitarbeiter sofort durch alle Straßen kommen können. Im Hinblick auf die Radwege wies er darauf hin, dass die Stadt zwar nicht verpflichtet sei, diese zu räumen. Die Stadt sieht dies aber als Service an und sie will dadurch den Fahrradverkehr als Alternative zum Auto auch im Winter fördern. Soweit es vom Arbeitsaufwand her möglich ist, werden daher auch die Radwege geräumt und dies sogar auch außerhalb des eigentlichen Stadtgebietes etwa in Richtung Berngau, Berg, Pilsach oder Sengenthal.
Auch Oberbürgermeister Thumann weist die Grundstücksbesitzer darauf hin, dass sie eine Räum- und Streupflicht haben. Darüber hinaus aber appellierte er auch an alle Verkehrsteilnehmer und Bürger, dass sie sich auf den Winter einstellen und Geduld mitbringen. Dazu gehört für ihn auch, dass sich alle entsprechend kleiden und passendes Schuhwerk nutzen. Im Verkehr gelte es, vorsichtig und rücksichtsvoll miteinander umzugehen. Stadtbaumeister Matthias Seemann hofft in dem Zusammenhang, dass es ein möglichst milder und den Bauhof wenig belastender Winter werden möge. Vor allen Dingen aber hofft er, dass es keine Unfälle gibt und die Mitarbeiter auch gut durch diesen Winter kommen. Genauso wie Oberbürgermeister Thumann und Bauhofreferent Ernst dankt er den Mitarbeitern im Winterdienst um Bauhofleiter Richard Willjung und Josef Gottschalk für die großartige Arbeit, die sie jedes Jahr im Winterhalbjahr absolvieren.


Foto: Dr. Franz Janka/Stadt Neumarkt

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