IMA-Teilnehmerin Pilsl gewinnt Emmerich Smola Förderpreis

Mitteilung vom 21.01.2020


Die Auszeichnung gilt als einer der höchstdotierten Musikpreise

Die Erfolgsgeschichten für die Teilnehmer der Internationalen Meistersinger Akademie (IMA) in Neumarkt setzen sich fort. Nun hat die Sopranistin Theresa Pilsl den Emmerich Smola Förderpreis gewonnen, der als einer der höchstdotierten Preise für Nachwuchssängerinnen und -sänger gilt. Sie war letztes Jahr bei der IMA in Neumarkt dabei und ist vielen Besuchern der Konzerte noch in guter Erinnerung. Bei den Herren erhielt der Bariton Bongani J. Kubheka den Emmerich Smola Förderpreis, der insgesamt mit 20.000 Euro ausgestattet ist. Überreicht wurde der Preis in der Festhalle der Stadt Landau vom dortigen Oberbürgermeister Thomas Hirsch. Der Preis wurde bereits zum sechzehnten Mal vergeben, die Schirmherrschaft hat die Rheinland-Pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Die beiden Preisträger wurden zuvor im Festsaal bei dem vom SWR-Fernsehen veranstalteten Konzert "SWR Junge-Opernstars" durch Publikumsentscheid unter den sechs Teilnehmern bestimmt. Die SWR-Musikredaktion Baden-Baden hatte zuvor die jungen Künstlerinnen und Künstler ausgewählt, die nach Landau eingeladenen werden sollten. Allesamt hatten sie sich durch hervorragende Platzierungen bei internationalen Musikwettbewerben für den Publikumsentscheid in Landau qualifiziert. Begleitet wurden die Sängerinnen und Sänger in der Landauer Festhalle dabei von der Deutschen Radio Philharmonie unter der Leitung von Enrico Delamboye. Mit dem Preis wird an den Gründer und langjährigen Leiter des ehemaligen Rundfunkorchesters des SWR in Kaiserslautern Emmerich Smola erinnert. Dieser entdeckte und förderte junge Sänger wie Erika Köth, Fritz Wunderlich und Anneliese Rothenberger. Der Förderpreis wird jährlich an eine Sängerin sowie einen Sänger vergeben.

Theresa Pilsl, die 1992 in Passau geboren worden ist, hat schon im Alter von sieben Jahren ersten Klavierunterricht erhalten. 2005 startete der Gesangsunterricht bei Miyase Kaptan in Passau. Von 2011 bis 2016 hat sie ihren Bachelor Gesang/Musiktheater an der Universität der Künste in Berlin absolviert. Derzeit studiert sie Gesang im Masterstudiengang bei Anna Korondi an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler Berlin". Theresa Pils hat schon zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten. So hat sie 2014 den 1. Preis beim "Bundeswettbewerb Gesang Junior" gewonnen, 2018 wurde sie beim 9. Internationalen Wettbewerb für Barockoper "Pietro Antonio Cesti" mit dem Publikumspreis und dem Sonderpreis des Wiener Konzerthauses ausgezeichnet und außerdem hat sie beim "Bundeswettbewerb Gesang" in Berlin den Sonderpreis der Walter Kaminsky-Stiftung erhalten. Seit 2018 ist sie Stipendiatin des "Yenudi Menuhin Live Music Now e.V. Berlin". Parallel zum Gesang studiert sie Humanmedizin an der Berliner Charité und ist Stipendiatin der Konrad-Adenauer-Stiftung. Sie ist nicht nur Alumna der IMA in Neumarkt, sondern auch der Liedakademie des "Heidelberger Frühling". 2017 sang sie Bachs "Magnificat" und Saint-Saëns' "Oratorio de Noël" unter Kent Nagano in Montreal. In der Saison 2018/19 gab sie einen Schubert-Liederabend im Pierre Boulez Saal Berlin und sang Haydns "Schöpfung" mit der Akademie für Alte Musik Berlin.

Theresa Pilsl bei der IMA 2019 Foto: Dr. Franz Janka/Stadt Neumarkt

Kategorien: Neumarkt, Kultur