Modernisierung der Heizzentrale am Schlossbad schreitet voran / Forschungsprojekt mit neuem Vakuum-Pufferspeicher

Mitteilung vom 20.11.2020

Die Bauarbeiten an der unterirdischen Heizzentrale des Schlossbads gehen planmäßig weiter. Am Freitag wurde im Beisein von Oberbürgermeister Thomas Thumann und des Stadtwerke-Teams mit Dominique Kinzkofer (Geschäftsführer), Uwe Gailler (Leiter Contracting) und sowie Holger Wiacker (Leiter Markt) auf dem darüberliegenden Gelände ein neuartiger Heißwasser-Wärmespeicher aufgestellt. Dabei handelt es sich um einen 60.630 Liter fassenden Vakuum-Pufferspeicher, der Energie in Form von Warmwasser speichern und bei Bedarf wieder abgeben kann.

Die Modernisierungsarbeiten der Energieerzeugungsanlage, die vom Contractingteam der Stadtwerke Neumarkt durchgeführt werden, sind damit weitgehend abgeschlossen. Mit einer Wärmeleistung von 3.800 Kilowatt (kW) wird nicht nur das neue Schlossbad, sondern auch die benachbarte Knabenrealschule, die Landkreisturnhalle sowie das bestehende Freibad mit klimafreundlich erzeugter Wärme versorgt. Die beiden Blockheizkraftwerke, die von der Firma Burkhardt aus Mühlhausen gefertigt wurden, erzeugen darüber hinaus 440 kW Strom, die allen Kunden der Stadtwerke Neumarkt zur Verfügung stehen.

"Mit dem Aufstellen des Vakuum-Pufferspeichers kann schon bald die Praxisphase des Forschungsprojekts ‚StoEx2' beginnen. Dabei handelt es sich um ein Pilotvorhaben des Instituts für Gebäudeenergetik, Thermotechnik und Energiespeicherung der Universität Stuttgart (IGTE), dem Projektträger Jülich (PTJ) und der Allgäuer Firma Sirch Tankbau GmbH, an dem sich die Stadtwerke Neumarkt beteiligen und das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bezuschusst wird", berichtet Gailler, der das gesamte Projekt der Stadtwerke Neumarkt verantwortet.

Ein Ziel ist es, die neue Technologie zu einem marktreifen Produkt weiterzuentwickeln, etwa für den Einsatz in künftigen Nahwärmekonzepten. Alle relevanten Messdaten werden im Internet zur Verfügung gestellt und Planern aus dem Solar-, Fernwärme- und Heizungsanlagenbereich in einem speziellen Workshop vorgestellt.

Wirtschaftlicher Betrieb der Heizung im Schlossbad

Pufferspeicher haben sich als Energiespeicher schon lange bewährt, Vakuum-Pufferspeicher sind eine Weiterentwicklung der Technologie. Sie wurden speziell entwickelt, um aus erneuerbaren Quellen gewonnene Energie effizient zu speichern.

"Im Grunde muss man sich einen solchen Vakuum-Pufferspeicher wie eine überdimensionale Thermoskanne vorstellen. Die Wärmeverluste sind dank der Bauweise mit einer luftleeren, doppelwandigen Stahlhülle und Vakuumdämmung gegenüber den am Markt gängigen Pufferspeichern deutlich geringer. Wir freuen uns sehr, dass wir mit der Planung, Installation und Integration des Speichers an das Heizungssystem des Schlossbads unsere langjährige Kompetenz und Erfahrung unter Beweis stellen durften", so Gailler weiter.

Mit dem innovativen Speicher können die neuen Blockheizkraftwerke noch wirtschaftlicher betrieben werden, weil die Anlage unabhängig vom aktuellen Energiebedarf immer mit dem höchsten Wirkungsgrad läuft. Energieüberschüsse werden bei Bedarf für eine spätere Verwendung im Vakuum-Speicher automatisch zwischengespeichert und wieder abgeben.

Zusätzliche Netzstabilität und Versorgungssicherheit

"Darüber hinaus bringt der neue Vakuum-Speicher die Voraussetzungen mit, in Zukunft überschüssigen Strom aus externen Quellen, etwa aus Photovoltaik oder Windkraft, mittels Power2Heat für die spätere Verwendung aufzunehmen. Die Energie kann zudem über das vorhandene Nahwärmenetz zu angeschlossenen Verbrauchern weitergeben werden", ergänzt Wiacker.

Durch das sekundenschnelle Laden der Power2Heat-Anlage mit einer Leistung von 1.000 kW wird zudem das Einspeisenetz gezielt entlastet und die Versorgungssicherheit im Stromnetz erhöht.

Letztlich profitieren nicht nur die Stadtwerke und das Schlossbad von den gewonnenen Erkenntnissen des Forschungsprojekts. Besonders für Gewerbe- und Industriebetriebe bieten sich Heizkonzepte in Verbindung mit Vakuum-Pufferspeichern an. "Und nicht zu vergessen: Damit kommen wir der Umsetzung der Energiewende wieder einen wichtigen Schritt näher - ganz im Sinne der Nachhaltigkeitsstrategie der Stadtwerke Neumarkt", resümiert Geschäftsführer Dominique Kinzkofer abschließend.


Bild: SWN (Herr Orel) - Herr Oberbürgermeister Thumann, Herr Gailler, Herr Wiacker, Herr Braun, Herr Geschäftsführer Kinzkofer

Kategorien: Rathaus, Neumarkt, Wirtschaft

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