Stadt Neumarkt unterzeichnet "Pakt zur nachhaltigen Beschaffung"

Mitteilung vom 07.10.2019

(Fotoquelle: Jürgen Schabel): Beim 1. Fairtrade Gipfel haben 37 Kommunen den Pakt zur nachhaltigen Beschaffung unterzeichnet, darunter auch die Stadt Neumarkt.
(Fotoquelle: Jürgen Schabel): Die Neumarkter Delegation auf dem Fairtrade Gipfel in Bamberg (von rechts nach links): Stadträtin Ruth Dorner, Oberbürgermeister Thomas Thumann, Amtsleiter für Nachhaltigkeitsförderung Ralf Mützel, Marica Münch, Vorsitzende des FairKulturCafé e.V. und Marina Malter, Projektmanagerin für nachhaltige Beschaffung bei der Entwicklungsagentur Faire Metropolregion.

1. Fairtrade Gipfel mit 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern - 37 Kommunen haben unterzeichnet

Die Stadt Neumarkt ist eine von 37 Kommunen in der Metropolregion Nürnberg, die am 1. Oktober den "Pakt zur nachhaltigen Beschaffung" unterzeichnet hat. Dieser Pakt wurde beim 1. Fair Trade Gipfel der Metropolregion Nürnberg in Bamberg geschlossen. Oberbürgermeister Thomas Thumann, Stadtoberhaupt der frisch gebackenen "Hauptstadt des Fairen Handels 2019" sprach beim Gipfel auch von den Erfahrungen aus Neumarkt. Insbesondere unterstrich er in seiner Funktion als politischer Sprecher des Forums "Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung" das starke Signal, das vom 1. Fairtrade Gipfel der Metropolregion mit rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern und 37 Zeichnungskommunen ausgeht.

Mit auf den Weg gebracht hat den Pakt die Entwicklungsagentur Faire Metropolregion, die seit 2018 Kommunen der Metropolregion in ihrem Fair Trade Engagement berät. Eine Außenstelle mit dem Schwerpunkt nachhaltige Beschaffung befindet bei der Stadt Neumarkt. Die Entwicklungsagentur wird im Rahmen der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.
Die Beschaffungspolitik öffentlicher Einrichtungen umfasst bundesweit 350 Milliarden Euro. Die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien ist dabei eine große ökonomische Aufgabe. Nur 28 Prozent der Kommunen in der Metropolregion beschaffen bislang faire Produkte und berücksichtigen Sozial- und Umweltstandards bei Anschaffungen. Das wollen die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner des Paktes zur nachhaltigen Beschaffung ändern. Mit ihrer Unterschrift erklären sie sich bereit, Stadt-, Gemeinderats- und Kreistagsbeschlüsse sowie verbindliche Beschaffungsleitlinien für nachhaltige Produkte zu prüfen. Im Pakt ist außerdem festgelegt, dass 2020 acht Millionen Euro in die Beschaffung fairer Produkte fließen sollen.



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